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Herzlich willkommen bei der Hospiz-Initiative Fichtelgebirge!

Da ist ein Land der Lebenden
und ein Land der Toten.

Und die Brücke zwischen ihnen ist die LIEBE
- das einzig Bleibende, der einzige Sinn.

Thornton Wilder

 

 

Neuer Grund- und Aufbaukurs

Demnächst startet wieder ein neuer Grund- und Aufbaukurs für ehrenamtliche HospizbegleiterInnen.

Nähere Infos zur Öffnet internen Link im aktuellen FensterVorbereitung auf die Hospizbegleitertätigkeit finden Sie hier.

Über die Ausbildungstermine und -themen können Sie sich direkt Leitet Herunterladen der Datei einin dieser PDF-Datei informieren.

Und bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Öffnet internen Link im aktuellen FensterHospizkoordinatorin Liane Fröhlich.

 

Was kommt danach?

PD Haringke Fugmann, Bayreuth

 

Jenseitsvorstellungen in unserer Zeit

Was kommt nach dem Tod? - Auch in säkularen Zeiten ein uferloses Thema, wie Privatdozent  Dr. Haringke Fugmann aus Bayreuth seinem Vortrag vorausschickte. Die Veranstalter Hospiz-Initiative Fichtelgebirge, Luisenburg-Gymnasium, Katholische Erwachsenenbildung Wunsiedel und Evangelisches Bildungswerk Selb-Wunsiedel hatten den Beauftragten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für neue religiöse und geistige Strömungen am Montagabend in die Aula des Wunsiedler Gymnasiums eingeladen, wo Studiendirektor Uwe Göbel ein zahlreiches Publikum willkommen hieß.

Er beschränke sich auf einige wenige Themenbereiche, kündigte der Referent an und begann mit den Jenseitsvorstellungen in den modernen westlichen Gesellschaften. Statistiken würden zeigen, dass der religiöse Gedanke mehr und mehr eliminiert werde und einer rein innerweltlichen Sinnsuche Platz mache. Bezeichnenderweise sei die Vorstellung von einem ewigen Leben damit jedoch nicht verschwunden, sondern in Science Fiction, Comic und Ähnlichem im Diesseits angesiedelt: „Da gibt es Superman, der trotz seines realen Körpers übermenschliche Kräfte besitzt und im Grunde unsterblich ist. Im Film 'Independence Day – die Wiederkehr' von 2016 kommt die Rettung von einer extraterrestrischen Kugel, die den Geist einer hochentwickelten Zivilisation enthält. Und in 'Lucy' löst sich der Körper der Protagonistin nach einer rasanten Entfaltung ihrer Kapazitäten schließlich in nichts auf, ihr Geist aber ist dennoch omnipräsent.“

Natürlich sei damit die Sehnsucht nach Unsterblichkeit noch lange nicht gestillt, relativierte Fugmann, es gebe außerhalb der etablierten Kirchen genügend Ansprechpartner, die Antworten parat hätten, von neuen Schamanen über Lehrer und Meister auf dem freien spirituellen Markt bis zu spiritistischen Medien, die eine Verbindung zu Außerirdischen, Engelwesen oder Verstorbenen für sich proklamieren.

Die Geburtsstunde des Spiritismus allgemein datierte Fugmann auf das Jahr 1848, als die – wie später bekannt wurde – selbst produzierten Klopfgeräusche im Haus der US-amerikanischen Schwestern Fox eine beispiellose Welle vermeintlicher „Geister-Kommunikation“ in Amerika und Europa in Gang setzten. „Dabei ging es ein Stück weit auch um Unterhaltung. Und immer versuchte man, dabei die gerade modernste Technik zur Beweisführung einzusetzen, wie Fotografie oder Tonaufnahmen.“

Immer wieder sei auch das Thema „Nahtoderfahrung“ im Gespräch; kaum jemand könne sich der Faszination dieser Berichte entziehen, weiß der Referent. Anders als man früher annahm, gebe es jedoch keine „Standarderfahrung“ aus jenem Zwischenbereich zwischen Leben und Tod, also durchaus nicht immer jene friedvolle, lichtdurchflutete Sphäre mit der Präsenz verstorbener Angehöriger. Was auf jeden Fall zur Vorsicht mahne: „Die Hälfte der Menschen, die eine solche Erfahrung machen, sind nicht wirklich in der Nähe des Todes.“ Also alles nur Projektionen des  Gehirns? Darüber ist sich nach Aussage Fugmanns auch die Wissenschaft nicht einig; auch kirchlicherseits übe man sich in Zurückhaltung. Sicher könne man sagen, dass Nahtoderfahrungen, auch wenn sie keine wissenschaftliche theologische Relevanz haben, für den einzelnen extrem prägende Erlebnisse sind, die ganz neue Perspektiven auf die eigene Existenz ermöglichen.

In der Bibel, erklärte der Referent, könne man verschiedene Traditionslinien ausmachen. So habe ein Leben nach dem Tod im Alten Testament keine Rolle;gespielt: Der Leib, war man überzeugt, werde zu Erde und der Geist kehre zu Gott zurück. Mit Jesus und den frühen Christen sei die Jenseitsvorstellung individualisiert worden: Das Gleichnis vom armen Lazarus und dem unbarmherzigen Reichen thematisiere bereits das Paradies (den „Schoß Abrahams“) und die Hölle. Insgesamt ziele die christliche Jenseitshoffnung auf die leibliche Auferstehung ab, genauer gesagt auf die Wiederherstellung des sogenannten Schöpfungsleibes, der nicht mehr Alter, Krankheit und Tod unterliege.

„Ob es sich tatsächlich so verhält, wird sich zeigen“, resümierte Fugmann, „aber ist der springende Punkt wirklich ein Blick ins Jenseits? Geht es nicht vielmehr darum, wie der Glaube an ein Leben nach dem Tod das Diesseits positiv prägen kann?“beteiligen können.

Trauercafé - Lebenscafé

 

Inzwischen hat sich nicht nur in Selb sondern auch in Wunsiedel ein monatliches Trauercafé etabliert. Links im Menü unter "Begleitung" Öffnet internen Link im aktuellen Fensteroder direkt hier finden Sie alle nötigen Infos!

Im Bereich Marktredwitz / Selb/ Wunsiedel

Tel.: 0177 / 59 10 177

 

Mo, 03.04.2017, 19:00 Uhr

Vorweggenommene Trauer

Ort: Kirchenlamitz, BeneVit Haus Epprechtstein, Gartenstraße 34

Referentin: Margarete Jahn, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Psychoonkologin (DKG)

Psychosoziale Krebsberatungsstelle Hof der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.

Gebühr: 3,- EUR, aktive Hospiz-MitarbeiterInnen frei

Veranstalter: Hospiz-Initiative im Fichtelgebirge, KEB Wunsiedel und EBW Selb-Wunsiedel